Donnerstag, 24. September 2009 12:00
Die Wahl von Didier Burkhalter in den Bundesrat ist ein klares Zeichen: Die oft totgesagte Konkordanz lebt. Der Neuenburger wird die zwingend notwendige Ruhe in die Landesregierung bringen. Das ist gut für uns alle!
Die CVP hat sich bei der Bundesrats-Ersatzwahl überschätzt. Und die Situation unterschätzt. Eigentlich war es ja von Beginn weg offensichtlich. Der Angriff der sogenannten Mittepartei CVP auf die Mittepartei FDP.Die Liberalen, ist in sich problematisch. Kommt hinzu, dass sich die Linken und Grünen als wenig verlässliche Partner erwiesen haben. Die sogenannten Strategen liessen sich einlullen – eine gefährliche Sache, wie Figura nun zeigt. Anders die SP. Diese hat erkannt, dass sie ihre beiden Sitze auf Dauer nur halten kann, wenn auch die Konkordanz erhalten bleibt. So einfach ist das.
Eine Strategie – und gute Nerven

Didier Burkhalter / © 2009 Copyright by SI
Die FDP ist eine gewagte Strategie gefahren – und hat gewonnen! Hier noch die Zahlen des Schlussgangs für die Statistiker: Burkhalter 129, Schwaller 109, Lüscher vier, fünf Leerstimmen und eine ungültige. Ich war anfänglich für eine Einerkandidatur mit Didier Burkhalter. Nun, es hat geklappt, aber die letzten Wochen waren happig. Die Medien – oft von der Konkurrenz mit unsichtbarer Hand geführt- hatten sich auf die FDP eingeschossen.
Wir haben den zweiten Sitz im Trockenen, und das ist gut so. Mit Didier Burkhalter wurde eine Persönlichkeit gewählt, die überlegt ans Werk geht. Das hat er als Ständerat mehr als einmal bewiesen. Auch in seiner Heimat Neuenburg hat er positive Spuren hinterlassen. Er gilt als einer, der zuhören – und handeln kann. Dass er ein ruhiger Typ ist, hat durchaus Vorteile. [...]