Buchpreisbindung: Konkurrenz belebt

Als häufiger Besucher der Surseer Buchhandlungen schätze ich die Arbeit und den Service unserer lokalen Buchhändler. Schweizer Konsumenten schätzen die kompetente und freundliche Beratung in den Geschäften. Die Befürworter der Buchpreisbindung argumentieren, dass die Festlegung der Buchpreise gerade die Existenz der kleineren Geschäfte sichert. Das ist falsch. Entgegen der linken Schönfärberei werden mit der Wiedereinführung der Buchpreisbindung keine Existenzen gerettet, sondern zerstört. Da die Bücher teurer werden, profitieren vor allem die ausländischen Betriebe, die dieselben Bücher nochmals zu besseren Konditionen anbieten können. Neben dem Internethandel und der zunehmenden Verbreitung so genannter E-Books würde das den Druck auf die Schweizer Buchszene nochmals erhöhen. Als Unternehmer habe ich die Erfahrung gemacht, dass eine starke Konkurrenz meist zu innovativen Lösungen führt. Konkurrenz kann aber nur dann gelebt werden, wenn gleiche Bedingungen herrschen. Mit der Buchpreisbindung werden nicht nur die Kundinnen und Kunden, sondern auch der Buchmarkt benachteiligt. So wird den Händlerinnen und Händlern neben fixen Preisen gar der Höchstrabatt vorgeschrieben. Sollte die Buchpreisbindung wiedereingeführt werden, dürfen sie neben höheren Buchpreisen nur noch mit Rabatten von maximal 5 Prozent rechnen. Fazit: Ich bin überzeugt, dass innovative Buchhandlungen ohne Buchpreisbindung besser fahren.

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Datum: Dienstag, 24. Januar 2012 14:17
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