Idee prüfen? – Unbedingt!

In der letzten „Zentralschweiz am Sonntag“ stellte der Preisüberwacher Stefan Meierhans die Idee vor, mit der dank eines Systemwechsels bei der Preisgestaltung der Medikamente grösserer Wettbewerb unter den Pharmafirmen entsteht. Damit könnte  Druck auf die Medikamentenpreise gemacht werden. Dass die Kosten im  Gesundheitswesen (oder richtiger: im Krankenwesen) dringend gesenkt werden  müssen, bezweifelt wohl niemand. Wenn gegen 400’000 Personen Betreibungen wegen nicht bezahlten Krankenkassenprämien laufen, 150’000 Personen von einem Leistungsstopp betroffen sind, die Spitäler auf 80 Millionen unbezahlten Rechnungen sitzen und die Verwaltungen Heerscharen von Mitarbeitenden zum Managen der uneinbringlichen Prämien beschäftigen, dann zeigt dies nur eines: das System hat versagt!

Da ist mir jede Idee willkommen, die Entlastung verspricht. Sie soll unvoreingenommen und sachlich geprüft werden – unbedingt. Wenn schon beim Aufkeimen einer neuen Idee die Zweifler und Verhinderer die Oberhand gewinnen, stehen die Reformchancen für unser Gesundheitswesen schlecht. Das kennen wir seit Jahren. Gefragt sind mutige neue Schritte.

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Datum: Mittwoch, 28. Juli 2010 8:12
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Ein Kommentar

  1. 1

    Diesem Beitrag kann ich nur zustimmen. Die Problematik der Medikamentenpreise ist ein typisches Phänomen von Interessenpolitik, welche stückweise natürlich jedoch für den Konsumenten negativ ist.

    Zurzeit herrscht in der Pharma nur sehr bedingt Wettbewerb, was die hohen Medikamentenpreise beweisen. Kann man diesen, mit irgendeiner Idee, steigern, dann sollte man dies probieren.

    Jedoch müssen wir uns auch bewusst sein, dass dies nicht die Wurzel der explodierenden Kosten im Gesundheitswesen ist. Erstens gibt es diverse Wurzeln und zweitens ist es eine Tatsache, dass besser werdende und sich steigernde Medizin auch mehr kostet. So ist es natürlich, dass die Kosten höher sind, wenn man bereits bei geringen Verletzungen moderne Techniken zur Aufklärung und Heilung anwendet, welche allerdings nicht zwingend notwendig anuwenden wären.

    Lesen Sie auch http://www.mauruszeier.ch

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