Gesellschaftliches Engagement braucht kein zahnloses Gesetzeswerk

Die Vorlage, über die wir am 13. Juni 2010 abstimmen, mutet doch sehr eigenartig an. Mit dem Gesetz über die Förderung des gesellschaftlichen Zusammenhalts will uns der Kanton zu mehr Eigenverantwortung und Gemeinsinn verpflichten. Das Ziel der Aktion: Eine gut funktionierende Gesellschaft, in der sich jeder getragen und integriert fühlt. So positiv die Absicht des Vorhabens, auf gesetzlichem Weg ist gesellschaftlicher Zusammenhalt nicht zu haben.

Jedes Engagement muss freiwillig und aus eigener Überzeugung geschehen; sei es das Mitmachen in Vereinen, die Übernahme von Freiwilligenarbeit, das Ausüben eines politischen Amtes oder kleine Hilfeleistungen im Alltag. Und diesbezüglich sind die Luzernerinnen und Luzerner wirklich top. Viele sind an einem oder mehreren Orten aktiv, nehmen Verantwortung gegenüber der Gesellschaft wahr und motivieren so andere, sich ebenfalls einzusetzen. Auf 14 inhaltslose Gesetzesartikel, von denen kaum konkrete Massnahmen ausgehen dürften, hat hingegen niemand gewartet. Ich bin überzeugt: Das Gesetz bringt weder die Gesellschaft noch den Kanton als Ganzes weiter.

Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger: Macht weiter so und engagiert euch für den Nächsten oder die Nächste, für die Gemeinde und für die Allgemeinheit. Ein Gesetzeswerk, das einzig viel Verwaltungsaufwand hervorbringt und Kosten verursacht, braucht es dazu nicht.

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Datum: Mittwoch, 26. Mai 2010 14:36
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