Mitmachen ist besser als auf unnötige Gesetze hoffen

Zugegeben: Ich bin sehr engagiert. Ich gehöre dem Emmer Einwohnerrat und dem Kirchgemeindeparlament an, bin Co-Präsidentin des Quartiervereins Alp, mache im OK des Schwingfestes 2013 Emmen mit, war Vorstandsmitglied der Frauengemeinschaft Gerliswil und der FDP.Die Liberalen Frauen Emmen und ich half bei der Gestaltung des Kantonalen Musiktags 2009. Schliesslich, wie könnte es als Luzernerin anders sein, bin ich Fasnächtlerin mit Leib und Seele und auch hier in Vereinen aktiv.

Warum das alles? Meine Heimat Emmen liegt mir sehr am Herzen. Ich beteilige mich gerne am Gemeindeleben und leiste so einen Beitrag, damit unser Dorf lebenswert bleibt. Mein Engagement gibt mir aber auch einiges zurück. Ich habe viele Freunde und Bekannte gewonnen, auf die ich jederzeit zählen darf. Sie springen auch dann ein, wenn Probleme auftauchen oder es etwas zu lösen gilt. Oft reichen ein Telefonat oder ein Mail.

Gemeinschaftssinn und Solidarität muss man leben. Man kann nicht einfach die hohle Hand machen und erwarten, dass die Allgemeinheit, der Staat einem alles abnimmt. Unser Land ist ausgesprochen reich an Vereinen, Organisationen und Parteien. Allein in Emmen freuen sich über 100 Vereine auf neue Mitglieder. Man muss nicht, so wie ich, gleich im Vorstand Einsitz nehmen. Es genügt, mitzumachen, und mit Gleichgesinnten seine Hobbys zu pflegen.

Das Gesetz über den gesellschaftlichen Zusammenhalt, über das wir am 13. Juni abstimmen, ist deshalb völlig überflüssig. Es braucht keinen staatlich organisierten Gemeinsinn, sondern die Bereitschaft jedes Einzelnen, für den Nächsten da zu sein, sich am Leben in der Gemeinde zu beteiligen und so auch in schwierigen Situationen von lieben Menschen unterstützt zu werden. Ich weiss aus eigener Erfahrung, wie gut dies tut.

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Datum: Donnerstag, 20. Mai 2010 15:38
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