Verantwortung für unsere Altersvorsorge übernehmen

Unsere Sozialwerke drohen zwischen der demographischen Entwicklung und dem verbreiteten  Anspruchsdenken zerrieben zu werden. Wenn wir unsere Altersvorsorge langfristig sichern wollen, dann ist es  an der Zeit, Verantwortung dafür  zu übernehmen. Zuerst einmal für die gegenwärtigen Erwerbstätigen, denen man nicht länger stetig steigende Lohnabzüge zumuten kann. Schon heute bezahlen sie jährlich 600 Millionen Franken  an die Renten der Pensionierten, weil die Pensionskasse mit dem zu hohen Umwandlungssatz mehr Geld ausgeben muss, als sie einnimmt.
Dieses Geld wird nicht dem eigenen Altersguthaben zugeschrieben.

Dann müssen wir aber auch Verantwortung übernehmen für unsere Kinder. Indem wir heute das Volksvermögen der 2. Säule schleichend aushöhlen, schieben wir die Verantwortung für die Bezahlung der Renten auf die nachfolgenden Generationen ab. Wir sollten ihnen nicht auch noch marode Pensionskassen hinterlassen. Sie werden an den Schulden der übrigen Sozialversicherungen schon genug schwer zu tragen haben.

Die Solidarität zwischen den Generationen ist unerlässlich für den gesellschaftlichen Zusammenhalt. Deshalb ist es unerlässlich, dass der Umwandlungssatz der Realität angepasst wird. Damit  werden die Lasten gerechter verteilt. Mit einer solide finanzierten 2. Säule kommen alle Altersgruppen auf ihre Rechnung. Ich stimme deshalb am 7. März 2010 Ja zur fairen Anpassung des Umwandlungssatzes.  

Romy Odoni, Rain
Kantonsrätin FDP.Die Liberalen

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Datum: Donnerstag, 4. Februar 2010 11:03
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