Die Renten der Erwerbstätigen und der nächsten Generation sichern!
Wer sachlich an die Abstimmung über die Senkung des Mindestumwandlungssatzes herantritt, hat wohl keine Mühe, überzeugt ja zu stimmen. Ich befürchte jedoch, dass manche eine Art „Zeichen setzen“ wollen, sei es gegen „Abzocker“ oder etwas hilflos gegen die Finanzkrise. Nun hat diese allerdings ihren Ursprung nicht in unserem Land. Wir sind auch hierzulande viel weniger hart getroffen als die meisten anderen Länder. Gerade die Krise beweist die Stärke unseres 3-Säulen-Systems der Altersvorsorge. Die Anpassung bei der beruflichen Vorsorge hat vielmehr mit einer erfreulichen demographischen Entwicklung zu tun: Die 65-jährigen Frauen werden heute im Durchschnitt 88 ½ Jahre alt und leben dreieinhalb Jahre länger als die Rentnerinnen vor einem Vierteljahrhundert. Die Männer holten gar einen Teil ihres Rückstandes bei der Lebenserwartung auf und leben vier Jahre länger als ihre Altersgenossen von damals. Sie können heute mit 85 statt 81 Jahren rechnen.
Dies sind rein sachliche Feststellungen. Die Folgerung liegt auf der Hand. Das in 40 Jahren angesparte Altersguthaben muss über einen längeren Zeitraum verteilt werden. Niemandem wird etwas weggenommen – es sei denn den heutigen Erwerbstätigen. Bei einem Nein würden sie weiterhin und leider zunehmend die Renten der Pensionierten mittragen müssen. Das können wir ihnen und der kommenden Generation nicht antun. – Deshalb, ein JA zur Anpassung des BVG Mindestumwandlungssatzes!
Angela Pfäffli-Oswald , Kantonsrätin FDP, Grosswangen
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