Wenn Konservative mit der Maske der Freiheit argumentieren…
Kantonsrat Leo Fuchs hat sich in einem kurzen und prägnanten Bolg-Beitrag dazu geäussert, dass Roger Köppel am Parteitag vom 8. Dezember 2009 kein Recht hatte, den Liberalen von Luzern die “Leviten zu lesen”.
Mit Köppel wurde zweifellos eine Person gefunden, welche den Parteitag aufmischte und sogar Leute dazu motivierte, am 8. Dezember zu kommen, welche man zuvor nicht mehr an einem Parteitag sah. Viele freuten sich auf kontroverse Diskussionen.
Ich finde das soweit gut und bin ein erklärter Gegner davon, dass sich die FDP selbst ins gute Licht stellt und nach Erfolgen sucht, ohne grundsätzliche Überlegungen anzustellen – wir dürfen und sollen selbstkritisch sein.
Mit Köppel, einer rechtspopulistischen Person, wurde jedoch jemand eingeladen, der einen Liberalismus (spätestens seit der finanziellen Unterstützung der Weltwoche durch Blocher & Co.) predigt, der wohl wirtschaftsliberal, jedoch sehr gesellschaftskonservativ ist. Letztlich geht es darum, dass man in der Weltwoche möglichst gegen den Mainstream schreibt, um so die Auflage zu halten.
Somit haben wir es hier mit einer Person zu tun, welche gerne zu den intellektuellen Liberalen gezählt werden würde, in Wahrheit jedoch eine einseitige Aussensicht verfolgt: Bilden Freiheit und Verbote doch klare Kontraste. Ich glaube den gesellschaftskonservativen Teil dürfen wir gerne der SVP und veralteten Kreisen der CVP überlassen und uns mit voller Kraft für die liberalen Werte in Wirtschaft UND Gesellschaft einsetzen. Nur so wird uns der Wähler wieder als eine Partei wahrnehmen, welche klaren Prinzipien folgt und somit ein Ziel vor Augen hat. Die Freiheit der Marktwirtschaft gründet in der Freiheit des Individuums.
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