Die Salle Modulable muss finanzierbar sein

Mit einem Paukenschlag hat der Luzerner Stadtrat Anfang November die Diskussion zur Salle Modulable eröffnet. Mäzene haben für ein innovatives Musiktheater-Haus 100 Millionen Franken in Aussicht gestellt. Das ist eine sehr grosszügige Geste und ein tolles Geschenk. Die Idee einer Salle Modulable ist bestechend. Luzern könnte sich als Musikstadt international stärker positionieren. Bereits heute ist aber klar, dass die Betriebskosten der heikle Punkt sein werden. Für die FDP steht fest, dass die Subventionen der öffentlichen Hand nicht erhöht werden dürfen.

Der Vorschlag des Stadtrates, das Sprechtheater aufzugeben, damit mehr Geld für die Betriebskosten eines reinen Musiktheaters frei wird, ist heftig kritisiert worden und politisch wohl chancenlos. Auch würde die kulturelle Grundversorgung beschnitten. Die freie Theaterszene kann die Lücke nicht füllen. Doch selbst dann besteht noch eine Finanzierungslücke von 7 bis 11 Millionen Franken. Die Diskussion erscheint im Moment festgefahren.

Die FDP-Fraktion im Grossen Stadtrat fordert deshalb den Stadtrat in einem Vorstoss dazu auf, die Frage der Finanzierung breiter anzugehen. Lucerne Festival und die privaten Kreise rund um die Mäzene sind einzuladen, ein Konto für den Betrieb und den Unterhalt für die Salle Modulable zu äufnen. Dies könnte in der Form einer Stiftung „Zukunft Salle Modulable“ geschehen. Bei der Diskussion der Betriebskosten-Frage ist zudem darauf hinzuwirken, dass der Kanton stärker einbezogen wird. Die Stadt ist beim Luzerner Theater mit einem Anteil von 30 Prozent nur noch Juniorpartner bei der Finanzierung.

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Datum: Mittwoch, 2. Dezember 2009 10:31
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