Zwei Mal das Gleiche…oder doch nicht?

Yvonne Ruckli

Eingesandter Leserbrief an die NLZ:

 PET statt SIP!

Oft reicht ein falscher Blick oder ein nicht beabsichtigtes Aneinanderstossen auf der Strasse mit einem aggressiven oder alkoholisierten Jugendlichen und man ist ein potentielles Opfer von Jugendgewalt. Die Luzernerinnen und Luzerner fühlen sich abends im Ausgang oder um den Bahnhof herum nicht sicher. Dies erstaunt nicht. Fast täglich vernimmt man immer wieder von Menschen, die grundlos zusammen geschlagen werden. Nicht selten enden solche brutalen Angriffe auf der Notfallstation des Kantonsspitals. Viele Jugendliche sind selber oder indirekt schon einmal im Ausgang in eine Prügelei verwickelt worden. Wo war die Polizei? Die jetzigen Massnahmen für die Bekämpfung von Jugendgewalt scheinen nicht zu genügen, insbesondere um den Luzerner Bahnhof herum. Dies gab sogar Sicherheitsdirektorin Ursula Stämmer am 23.10.09 gegenüber der NLZ zu: „Wir haben dort wirklich ein Problem.“

Man dachte das Problem zu lösen, indem man die sogenannte SIP Luzern im Sommer 2005 ins Leben rief. SIP steht für Sicherheit, Intervention und Prävention und soll vermittelnd und schlichtend wirken. Die Einsatztruppe ist – oder soll zumindest- vorallem am Abend durch vermittelnde Worte und ohne jeglichen Einsatz von polizeilichen Waffen die Jugendlichen auf ihr straftätliches Verhalten aufmerksam machen. Mit allem Respekt, aber wer glaubt daran, dass man alkoholisierte Jugendliche verbal zur Vernunft bringen kann? Ich nicht. Des Weiteren frage ich mich wo die verstärkte Polizeipräsenz ist, vorallem am Abend in der Altstadt und um den Bahnhof? Wahrscheinlich sind die Polizisten erschöpft vom ewigen Parkbussen verteilen. Denn wir sind uns ja alle einig, dass es bequemer und einfacher ist den stehenden Verkehr zu kontrollieren anstatt nachts auf den Strassen unterwegs zu sein und Jugendliche davon abzuhalten, jemanden krankenhausreif zu schlagen. Warum gründet man nicht eine PET (Parkbussen-Einsammeltruppe) und lässt die Polizei wieder ihrer wahren, jetzt sehr notwendigen,  Beschäftigung nachgehen: Für die Sicherheit der Luzerner Bevölkerung zu sorgen?

Von der NLZ publizierter Leserbrief:

Mehr Polizei für mehr Sicherheit

Sicherheit am Bahnhof, Ausgabe vom 23. Oktober

Oft reicht ein falscher Blick auf der Strasse mit einem aggressiven oder alkoholisierten Jugendlichen, und man ist ein potenzielles Opfer von Jugendgewalt. Viele Jugendliche sind selber oder indirekt schon einmal im Ausgang in eine Prügelei verwickelt worden. Wo war die Polizei? Die jetzigen Massnahmen für die Bekämpfung von Jugendgewalt scheinen nicht zu genügen, insbesondere um den Luzerner Bahnhof herum. Dies gab sogar Sicherheitsdirektorin Ursula Stämmer zu: «Wir haben dort wirklich ein Problem.»

Man dachte das Problem zu lösen, indem man die so genannte SIP Lu- zern im Sommer 2005 ins Leben rief. SIP steht für Sicherheit, Intervention und Prävention und soll vermittelnd und schlichtend wirken. Die Einsatztruppe ist – oder soll zumindest – vor allem am Abend durch vermittelnde Worte und ohne jeglichen Einsatz von polizeilichen Waffen die Jugendlichen auf ihr strafbares Verhalten aufmerksam machen. Mit allem Respekt, aber wer glaubt daran, dass man alkoholisierte Jugendliche verbal zur Vernunft bringen kann? Des Weiteren frage ich mich, wo die verstärkte Polizeipräsenz ist, vor allem am Abend in der Altstadt und um den Bahnhof? Wahrscheinlich sind die Polizisten erschöpft vom Parkbussenverteilen. Wann lässt man die Polizei wieder ihrer wahren Beschäftigung nachgehen: für die Sicherheit der Luzerner Bevölkerung zu sorgen?

Machen Sie sich selber ein Bild….

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Autor: Yvonne Ruckli
Datum: Freitag, 30. Oktober 2009 17:00
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3 Kommentare

  1. 1

    Dass die SIP (mit Stimmen der Bürgerlichen) definitiv eingeführt wurde, kam einem jährlichen Wurf von 1 Mio. Schweizer Franken in die Reuss gleich. Eine Million für eine unbewaffnete Gruppe ohne jegliche Autorität, welche ihre Spaziergänge absolviert und dabei zum Scheitern verurteilt ist.

    Abgesehen von der “Qualität” des SIP-Personals (wer meldet sich als unbewaffneter, chancenloser Friedensstifter Luzern’s?), fehlt es bei der Polizei an allen Ecken und Enden.

    Deshalb Kräfte bündeln, die järhliche Million im Polizeicorps investieren und als “Gegenleistung” die SIP in die Reuss werfen!

    Sicherheit und Präsenz statt Scheinlösung und Schönreden | Jungfreisinnige Stadt Luzern!

  2. 2

    Schade dass sich unsere Lokalzeitung offenbar nicht getraut hat diesen Leserbrief ausführlicher abzudrucken und damit die Pointiertheit etwas verloren gegangen ist. Aber das macht natürlich den Inhalt nicht weniger korrekt. Leider ist keine Verbesserung der Lage in Sicht, im Gegenteil: Mit der Fusion der Polizeikorps von Stadt und Kanton hätten eigentlich mehr Polizisten für den Dienst auf der Strasse zur Verfügung sollen. Aber mit dem angekündigten Sparkurs bei der Kantonspolizei wird es wohl nicht dazu kommen. Die Stadt muss jetzt reagieren, dass dem Sicherheitsabbau entgegen gewirkt werden kann.

  3. 3

    In einem Brief und einem Telefonat habe ich schon im Mai 09 die Sicherheitsdirektorin auf die Missstände am Busperron Luzern aufmerksam gemacht. Damals wurde mir versprochen das mehr Mittel zu Einsatz kommen um die Situation an Bahnhof Luzern zu verbessern. Aus meiner Sicht ist es natürlich ein leichtes im zu kritisieren. Den Einsatz der SIP halte ich eigentlich für sinnvoll, obwohl die Kompetenzen recht eingeschränkt sind. Meiner Ansicht nach wäre es wohl aber besser man würde Personen in der SIP einsetzten die diese Situation schon am eigenen Leib erlebt haben und sich auch in die Lage der Jugendlichen hineinversetzen können. Auch habe ich zum Teil Verständnis für Jugendlichen, den die Zukunftsperspektiven sind ja nicht gerade rosig, vor allem für Jugendliche aus sozial schwachen Familien. Ich würde mich eigentlich freuen wenn die JF der Stadt Luzern einmal konkrete Lösungsvorschläge präsentieren würde, wie Sie das Problem lösen würde. Den kritisieren ist immer die einfachste Variante. Ausserdem sollen die Politiker wieder ehrlicher politisieren, und sich nicht nur um eigene Interessen kümmern, sondern um das Wohl der Gesellschaft.

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