Minarett-Initiative: Plakatverbote sind nur selten eine Lösung!

Die Plakate der Minarett-Initiative werden breitflächig verboten: Eine denkbar schlechte Lösung für eine politische Auseinandersetzung. Und eine (einkalkulierte) Gratiswerbung für die Befürworter dieser Initiative.

Die Minarett-Initiative ist sowohl aus rechtlichen als auch aus freiheitlichen Überlegungen kritisch zu betrachten und hat im Nationalrat mit nur 50 Befürwortern ein geringe Zustimmung gefunden. Nun kommt die Initiative vors Volk, die Befürworter und Gegner rüsten sich für einen weiteren Abstimmungskampf. Teil des Abstimmungskampfes der Befürworter ist ein Plakat, welches ich als „hart an der Grenze aber zumutbar“ bezeichnen würde:

minarett

Plakatt "Gegen den Bau von Minaretten"

  • Basel-Stadt verbietet das Plakat
  • Diverse Medienhäuser wollen das Inserat nicht publizieren. Weitere Verlage werden sich dieser Einschätzung anschliessen.

Meiner Ansicht nach gibt es nur einen richtigen Weg:
„Den Weg der Auseinandersetzung und der Ehrlichkeit gegenüber dem Volk!“. Denn solange die Plakate nicht offensichtlich diskriminierend wirken, soll man diese zulassen. Die Befürworter disqualifizieren sich mit der Angstmacherei selber, da muss man nichts verbieten.

Einen folgenschweren Fehler haben sich die „Freunde der Zensur“ bereits geleistet. Über die Gestaltung des Plakates wird intensiv gesprochen und es erscheint so ziemlich überall, auch in jenen Medien, welche die Plakate nicht abdrucken wollten.

Ähnliche Beiträge:

  1. Die Groupe Politique 60plus der FDP lehnt die Minarett-Initiative grossmehrheitlich ab!
  2. Nein – zum Minarett-Verbot
  3. Die SP-Neid-Initiative schadet Mittelstand und Gewerbe!
  4. Ja, für eine tragfähige Lösung
  5. Mehr Steuern zahlen wegen einer verfehlten Initiative?

Autor:
Datum: Mittwoch, 7. Oktober 2009 10:52
Trackback: Trackback-URL Themengebiet: Abstimmungen, Bund

Feed zum Beitrag: RSS 2.0 Diesen Artikel kommentieren

4 Kommentare

  1. 1

    ich teile die einschätzung des autors. das plakat ist in den medien omnipräsent. nota bene: bevor überhaupt ein plakat irgendwo hängt. diese zeitungsfläche könnte man kaum bezahlen, müsste man sie denn kaufen. ein erfolgreiches politmarketing nennt man das!

  2. 2

    In Ihrer Stellungnahme vom Oktober 2008 behauptet die Rassismuskommission:

    “Ein Minarett-Verbot schränkt das Recht der Musliminnen und Muslime ein, ihre Religion allein und in Gemeinschaft mit anderen auszuüben.”

    Als gläubiger Moslem verletzt mich diese Aussage sehrIn Ihrer Stellungnahme vom Oktober 2008 behauptet die Rassismuskommission:

    “Ein Minarett-Verbot schränkt das Recht der Musliminnen und Muslime ein, ihre Religion allein und in Gemeinschaft mit anderen auszuüben.”

    Als gläubiger Moslem verletzt mich diese Aussage sehr.
    Das ist eine Lüge, denn Musliminnen und Muslime können auch ohne Minarette ihre Religion allein und in Gemeinschaft mit anderen ausüben. Sie können dies in einer Moschee und in einem islamischen Gemeinschaftszentrum tun. Minarette sind keine Versammlungsräume, es handelt sich dabei um Türme.

    Aus diesem Grund braucht es in der Schweiz auch keine Minarette.

    Lasst uns Moslems doch einfach in Ruhe. Wir können unseren Glauben heute schon ohne Probleme in unseren Gemeinschaftszentren und Moscheen ausüben. Der Bau eines nicht notwendigen Minarettes verstärkt nur die Spannungen zwischen der einheimischen Bevölkerung und uns Moslems. Es wird in unserem Glauben nicht verlangt, dass ein Minarett erstellt wird.

    Oder habt Ihr schon versucht, einen katholischen Glockenturm im Kosovo oder in der Türkei (ein zukünftiges EU Land) zu bauen? Was meint Ihr, wird wohl geschehen?

    Diese simplen Fragen kann jeder für sich selbst beantworten..
    Das ist eine Lüge, denn Musliminnen und Muslime können auch ohne Minarette ihre Religion allein und in Gemeinschaft mit anderen ausüben. Sie können dies in einer Moschee und in einem islamischen Gemeinschaftszentrum tun. Minarette sind keine Versammlungsräume, es handelt sich dabei um Türme.

    Aus diesem Grund braucht es in der Schweiz auch keine Minarette.

  3. 3

    ich bin der gleichen meinung wie der autor es ist sehr gut und eindrücklich geschrieben.

  4. 4

    Das Verbot zeigt die antiliberale und antidemokratische Gesinnung jener, die dafür verantwortlich sind. In Zürich wurde es nicht verboten, dafür wurden hier zahlreiche Plakate von Wandalen zerstört. Auch spricht nicht für die Gegner der Minarett-Initiative.

    Ich hoffe, dass die Minarett-Initiative angenommen wird. In islamischen Ländern werden Christen verfolgt und man darf in einigen Ländern noch nicht einmal Kirchen bauen. Wieso sollen die in unserem Land ihre sexistischen Siegssäulen aufstellen dürfen? Für die Ausübung ihrer Religion genügen normale Moscheen (Gebetshäuser). Man braucht zur Ausübung einer Religion weder ein Minarett noch einen Kirchturm!

Kommentar abgeben