“Herzliche Gratulation Herr Burkhalter!“
Nun steht das Karussell still, das Geplänkel, die Spekulationen und Prognosen haben ein Ende gefunden. In einem demokratischen Verfahren wurde Herr Didier Burkhalter zum neuen Bundesrat gewählt. Dazu wünsche ich ihm viel Erfolg, Ausdauer und eine grosse Portion Glück. Die Strategie der FDP.Die Liberalen ist aufgegangen, der zweite Sitz im Bundesrat wurde gestern gegen den CVP-Herausforderer Urs Schwaller schlussendlich klar verteidigt. Die unter der Leitung des Luzerner Ständerates Konrad Graber definierte Wahlstrategie der CVP hatte vor der Vereinigten Bundesversammlung keine Chance – die Taktik der CVP ist für viele Wahlbeobachter überraschend klar gescheitert!
Die Bundesversammlung hat sich mit der Wahl von Didier Burkhalter an die Konkordanz gehalten. Das Parlament hat in einer Zeit der wirtschaftlichen Unsicherheit auf Stabilität gesetzt. Dieser Entscheid zeigt klar auf, dass sich das Parlament seiner Verantwortung bewusst war. Ich bin überzeugt, dass Didier Burkhalter einen wesentlichen Anteil beitragen wird, um die drängenden Probleme dieses Landes zu lösen und das Arbeitsklimas im Bundesrat zu verbessern.
Grossen Anteil am Wahlerfolg der FDP hat sicherlich unser Parteipräsident Fulvio Pelli, welcher heute in der Presse gelobt wird. Die NZZ schreibt: “Gewonnen hat gestern in den Augen der Kommentatoren die FDP, die eine taktisch clevere Wahlkampagne geführt haben” und die NLZ meint sogar “Parteipräsident Fulvio Pelli habe sich in einem historisch heiklen Moment für seine Partei als Meister des politischen Schachspiels entpuppt”.
Die CVP wird ihre Niederlage analysieren. Diese Wahl hat zwar eine grosse parteiinterne Einigkeit bezüglich der Unterstützung ihres Kandidaten Schwaller gezeigt, jedoch auch Fragen zur politischen Positionierung ausgelöst. Die gern gezeigte Selbstdarstellung als Zentrumspartei wurde durch das gelebte Verhalten der CVP nach mitte/links verschoben. Gerade auch im Kanton Luzern müssen sich die Wähler bewusst sein, dass eine CVP-Wahlunterstützung die Linkskräfte in Bern stärkt. Gespannt werden wir die bereits angemeldeten Diskussionen über die parteipolitische Positionierung der CVP verfolgen können.
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Freitag, 18. September 2009 10:39
sehr geehrter herr schilliger, übermut ist ein gefährlicher ratgeber!
tatsache ist, dass die fdp auf bundeseebene ihre leute nur noch mit der unterstützung der svp ins trockene bringt. diese allianz hat 2003 die zauberformel gebrochen und die büchse der pandorra geöffnet.
auch auf kantonaler ebene sieht die position für die fdp nicht gerade rosig aus. ich bin gespannt, mit welchem politischen partner die fdp ihren zweiten regierungsratssitz (von herrn pfister) und den ständeratssitz 2011 verteidigen will.
Sonntag, 20. September 2009 9:16
Auch bitter für die FDP, dass man “kritische Leute” – z.B. Köppel von der Weltwoche aus der Arena ausladen muss…
Ab sofort habt ihr einen Wähler weniger…
Arme FDP