AHV sichern – IV sanieren! JA zur Zusatzfinanzierung
Am 27. September 2009 entscheiden die Stimmbürgerinnen und Stimmbürger der Schweiz über eine wichtige Massnahme zur langfristigen Sicherung der schweizerischen Sozialwerke. Damit der Schuldenanstieg in der Invalidenversicherung (IV) gestoppt und der AHV-Fonds von Zahlungen für die IV befreit wird, soll die Mehrwertsteuer auf sieben Jahre befristet um 0.4 Prozent erhöht werden. Diese Massnahme gewährleistet die Renten für handicapierte Menschen und bewahrt die AHV vor dem finanziellen Kollaps.
Aufgrund des gemeinsamen Ausgleichsfonds kommt heute die AHV für die Defizite der IV auf. Ohne Gegenmassnahmen sind die AHV-Renten gefährdet, da der Ausgleichsfonds in rund 10 Jahren zahlungsunfähig würde. Mit der Zusatzfinanzierung wird man die AHV von der IV befreien und zwei getrennte Fonds aufbauen.
Die 5. IV-Revision konnte das Defizit stabilisieren, indem z.B. die Neurenten um 40% reduziert werden konnten. Die auf sieben Jahre befristete Zusatzfinanzierung ist ein eigentlicher Überbrückungskredit, der die weitere Aushöhlung der AHV stoppt und der IV im Gegenzug die notwendige Zeit gibt, weitere Sanierungsmassnahmen sozialverträglich umzusetzen.
Heute werden die IV-Defizite automatisch und bequem durch den AHV-Fonds gedeckt. Erst eine unabhängiger IV-Fonds zwingt die IV dazu, sparsamer mit den Mitteln umzugehen. Ohne Zusatzfinanzierung wird auch die IV-Sanierung wieder blockiert. Je länger wir tatenlos zuschauen, desto höher die Verschuldung und umso schmerzhafter die spätere IV-Sanierung für alle Beteiligten. Die befristete Mehrwertsteuererhöhung ist unschön, aber vertretbar. Sie ist die beste aller Möglichkeiten. Ohne Zusatzfinanzierung drohen höhere Arbeitnehmer- und Arbeitgebereiträge, was unweigerlich Arbeitsplätze zerstören wird.
Weitere Infos finden Sie unter: www.rentensicherheit.ch
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Mittwoch, 5. August 2009 12:07
Lieber Herr Kretz
Sie bringen es auf den Punkt. Herzlichen Dank für die klare, fundierte und verständliche Zusammenfassung der Fakten.
Solch eine differenzierte Berichterstattung würde man sich auch von Luzerner Medien wünschen. Leider hat das lokale Monopolblatt NLZ diesbezüglich ausser schlechtem kopieren von Agenturmeldungen nichts zu bieten. Oder müsste es besser heissen die Stundentenzeitung NLZ? 2Minuten wäre ev. ebenfalls ein passender Name. Denn in 2 Minuten ist das Blättchen jeweils gelesen…
Fazit: Super Blog Herr Kretz! Jeden Tag “eine Lese” wert.