Liberale Widersprüche?
„Gesellschaftlicher Zusammenhalt ist für mich und die FDP.Die Liberalen Luzern das A und O eines gesunden Staates und hat die Wurzeln in der kleinsten Zelle, der Familie. Ich freue mich, dass die Diskussion über gesellschaftlichen Zusammenhalt bzw. seine Steuerung endlich eröffnet ist.
Es ist eine Grundsatzfrage, wo, wie und wie viel der Staat eingreifen muss. Insofern stimme ich mit Ludwig Peyer überein. Die Diskussion muss beginnen. Aus liberaler Sicht sind die Bürgerinnen und Bürger diejenigen, die die Verantwortung wahrnehmen und wahrnehmen müssen, der Staat kann nur mit Rahmenbedingungen unterstützen.
Ich erachte es jedoch nicht als „liberalen Widerspruch“, wenn dort konkrete Massnahmen angesprochen werden, wo Kinder und Jugendliche unkontrollierbar durch irreale Gewaltszenen, z.B. mittels TV-Werbung permanent berieselt bzw. erschreckt werden. Dies wurde meinerseits in benanntem Leserbrief angesprochen, denn auch dieses Thema muss öffentliche diskutiert werden und steht nicht in unmittelbaren Zusammenhang mit „Gesellschaftlichem Zusammenhalt“.
Selbst fundierte Leitbilder, Koordination von Fachstellen und professionelle oder bestmögliche Kinderbetreuung sind gegen den aggressiven Kommerz beinahe hilflos. Die Auswirkungen sind bekannt.
Liberal sein heisst auch; Einschränkung dort, wo die Entwicklung und Freiheit der Schwächeren gestört wird, wenn es sein muss, vom Staat verordnet.
Dieser Beitrag ist eine Antwort auf den Beitrag von Ludwig Peyer im CVP-Weblog. Â
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Donnerstag, 23. Juli 2009 14:26
zunächst ein grosses kompliment an fdp und cvp. diese art der politischen interaktion und diskussion gefällt mir ausgezeichnet.
nun zu frau pfäffli: sie versuchen, ihre adhoc-zensurforderung irgendwie zu rechtfertigen. na ja, überzeugt haben sie mich (noch) nicht.
keine antwort geben sie auf die frage, warum sie gegen ein “subsidiär wirkendes” (abeschriebenes zitat aus cvp-blog) gesetz das referendum ergreifen. wie kann es aus liberaler sicht angehen, eine gesetz zu bekämpfen, das eigenverantwortung einfordert und soziale rahmenbedingungen formuliert?
Donnerstag, 23. Juli 2009 22:40
Dieses Gesetz ist in dieser Form nicht nötig, gerade weil es ” subsidiär sein soll”. Bereits heute sind etliche Massnahmen, die darin genannt werden, bereits ergriffen: die Fachstellen arbeiten.