Die alte „Schmitte“ Luzern
Mit der alten Schmitte – genauer mit dem Wirtshaus zur Schmiede – sind Erinnerungen verbunden. Es ist vor allem und primär eine Verbindung des Herzens und der Emotionen. Das ist verständlich und zu respektieren. Mit dem Kopf müssen wir aber den Tatsachen ins Auge sehen. 40 Jahre lang überliessen die Luzerner das Haus dem Verfall. Niemand hat sich bis heute wirklich für das Haus eingesetzt. Jetzt ist das Haus verfallen. Eine Renovation im „normalen“ Verständnis ist gar nicht mehr möglich. In Frage käme einzig eine „Rekonstruktion im Bauhistorischen Sinne“ mit Kosten von wahrscheinlich über 3 Mio. Franken.
Will der Steuerzahler dies? Ich vermute und sage – NEIN. Derart wertvoll ist dieses Haus – nicht die emotionale Seite – nun wahrlich nicht. Wir tragen alle Sorge zum Luzerner Stadtbild und zur Stadtentwicklung. Dazu gehört auch eine Verbesserung und Aufwertung des wichtigen Pilatus-Platzes. Geben wir uns einen Ruck und verabschieden uns, wenn auch mit Tränen in den Augen, von der Schmitte und wenden wir uns einem neuen und hoffentlich guten Projekt zu. Und vielleicht lässt sich das alte Interieur der Schmitte irgend wie in ein neues Konzept einbauen – Architekten sind da erfinderisch. Den Freunden der Schmitte rufe ich zu, sich zu organisieren und vor allem zu engagieren, an einem anderen schönen Ort der Stadt nachhaltig Heimat zu schaffen. Orte dazu hat es genügend.
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Donnerstag, 19. August 2010 9:51
“Und vielleicht lässt sich das alte Interieur der Schmitte irgend wie in ein neues Konzept einbauen – Architekten sind da erfinderisch.”
Das glaubst ja selber nicht! Sowas blödes hab ich seit Marco Fischer nicht mehr gehört/gelesen…
Donnerstag, 19. August 2010 18:55
Nun ja Herr Oskar Schloch
So blöd ist das ja nun wirklich nicht (und mit Herrn Marco Fischer hat es definitiv nichts zu tun).
Die Integration von Altem in Neuem ist nun weder meine noch eine neue Erfindung. Dazu gibt es – auch in Luzern – Beispiele. Das Meiste ist dann zugebenermassen eher etwas kitschig und nicht sehr gelungen. Mit einer solchen Lösung kann Beizencharakter der Schmitte natürlich nicht garantiert werden. Diese lebt vom Publikum und dem Beizer. Und genau da wäre ich mir auch bei einer Sanierung am jetzigen Standort nicht sicher.
Ich hoffe, dass wir uns damit auf dieser sachlichen Ebene unterhalten können. Mit freundlichen Grüssen
Daniel Wettstein