Die Zukunft der Luzerner Spitäler

Steigende Gesundheitskosten – Wie stark sind unsere Spitäler daran beteiligt? Soll das Spital Wolhusen aufgehoben werden und sollen die Spitalbauten den Spitälern übertragen werden? Welche Auswirkungen haben die freie Spitalwahl und die diagnosebezogenen Fallpauschalen (DRG) und welche Aufgabe haben die Grundversorger. Zu diesen Fragen nahmen Spitaldirektor Benno Fuchs, Spitalrat Peter Schilliger und Hausarzt Beat Manser in Kurzreferaten Stellung und beantworteten viele Fragen aus dem Publikum. Unter der umsichtigen Moderation von Daniel Zumbühl, Redaktor der Surseer Woche entwickelte sich im Panoramasaal des Spitals Sursee eine angeregte Diskussion. Gesellschaftliche Entwicklungen, Ansprüche der Bevölkerung, Demographie, Erkenntnisse der Technik und Wissenschaft und der entsprechende Fortschritt, aber auch gesetzliche Rahmenbedingungen beeinflussen Angebot, Nachfrage und Kostenentwicklung.

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Gesunde Spitalstruktur
Aus den Referaten und Antworten kann Folgendes festgehalten werden: Insgesamt haben wir im Kanton Luzern eine sehr gesunde Spitalstruktur und ein gutes Angebot, welches die Gesundheitsversorgung der Bevölkerung des Kantons Luzern sicherstellt. Verglichen mit dem gesamtschweizerischen Durchschnitt stehen wir bezüglich Spitaldichte mit unseren drei Kanonspitälern LUKS gut da. Die ambulanten und stationären Spitalkosten bewegen sich verglichen mit den anderen Kantonen im unteren Drittel, die ambulanten Arztkosten sind noch etwas tiefer. Dennoch können die Organisations-  und Arbeitsprozesse teilweise verbessert werden, um nachhaltig die Kosten positiv zu beeinflussen, auch wenn hierzu Investitionen getätigt werden müssen.

JA zu Grundversorgern – JA zu Wolhusen
In dem ganzen Spitalgefüge haben aber auch die Hausärzte einen wichtigen Stellenwert. Sie sind die Drehscheibe, Hauptakteure für Zuweisungen und Nachbehandlung. Nicht umsonst werden sie Grundversorger genannt. Etwas ungewiss ist die Kostenentwicklung bei der Einführung der Diagnosebezogenen Fallpauschale (DRG). Sicher ist, dass für Patienten entsprechende Begleitmassnahmen getroffen werden müssen,  um Qualität und Erfolg sichern zu können.
Die Verselbständigung der Spitäler hat sich bisher bewährt, denn die Unternehmung LUKS ist im Gesundheitsmarkt agiler und handlungsfähiger geworden. Unbestritten ist der Spitalstandort Wolhusen. Welche Angebote an welchem Spital angeboten werden, hat der Spitalrat zu prüfen, nach betriebswirtschaftlichen Gesichtspunkten. Wenn nötig, beantragt er der Regierung notwendige Änderungen.

Klare Worte fielen an diesem Abend, Unklarheiten wurden ausgeräumt und engagiert diskutiert. Beim anschliessenden  Apéro, offeriert von der FDP.Die Liberalen Amt Sursee, nutzten die Besucher die Gelegenheit, persönlich mit den Referenten und anwesenden Ärzten ins Gespräch zu kommen.

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Datum: Mittwoch, 24. Juni 2009 10:29
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Ein Kommentar

  1. Pascale Amrein-Senn
    Donnerstag, 25. Juni 2009 11:34
    1

    Angela Pfäffli hat in ihrem Beitrag die Themen der Veranstaltung so wiedergegebn, dass auch
    Leserinnen und Leser Wesentliches über die Zukunft der Spitäler erfahren können.
    Die FDP muss sich weiterhin für eine gute Grundversorgung der Bevölkerung einsetzen ohne ihre liberalen Ziele aus den Blickfeld zu verliern, dies meine Erkenntnis nach der Veranstaltung in Sursee

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